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Jahresrückblick 2025: Ich darf die Früchte ernten, die ich gesät habe.

Aktualisiert: vor 11 Stunden


Dieses Jahr hatte es in sich. So ein voller Kalender, und auch so viel urlaub. Ich habe das Gefühl, es finden immer mehr die richtigen Menschen zu mir, die Menschen, die es lieben, so Musik zu machen, wie ich es anbiete, und die so ihre Selbstständigkeit aufbauen, wie es in meinen Online Angeboten lehre. Und: mein Privatleben hatte richtig viel Platz. 2026? Größer träumen, und Träume in die Wirklichkeit bringen. Viel Freude beim Lesen. Es kostet jedes Jahr erneut viel Mut, das alles zu teilen.



Die Inhalte dieses Blogartikels: 1. Mein Themen und Highlights 2025

3.Mein 2025-Fazit





Meine Themen und Highlights in 2025


Wenn mein Chor meine Vision übertrifft

Mit meinem Kammerchor FUSION habe ich dieses Jahr richtig große Schritte gemacht. Die Arbeit mit den Sänger*innen war so so erfüllend. Und ein eigenes Ensemble zu gründen wie die beste und gleichzeitig herausforderndste Entscheidung EVER. Ich habe in diesem Jahr über private Nachrichten viele Fragen zu dem Prozess bekommen, und kann sagen - das ist in einer einzelnen Nachricht nicht zu beantworten. Diese Idee umzusetzen war und ist ein Mammut-Projekt, und das absolute Herzstück meiner Arbeit. Abgesehen von den organisatorischen Herausforderungen, und der wundervollen Aufgabe, eine Gemeinschaft zu erschaffen, stehen klangliche und musikalisch Aspekte im Mittelpunkt.


Diese Jahr durfte ich spüren und hören was passiert, wenn ich im Dirigieren nicht nur "organisiere", und mit meinem Schlagbild, meinen Bewegungen zu führen, sondern was erklingt, wenn ich so ausdrucksstark dirigiere wie ich singe. CRAZY! Eine komplett neue Erfahrung, die natürlich total Sinn macht, musste ich allerdings erstmal drauf kommen...

Ich spreche ja häufiger von klanglicher Vision, und ich hatte über die Feiertage ein spannendes Gespräch dazu mit einer 11-Jährigen, die künstlerisch sehr begabt ist und unglaublich tolle Bilder malt. Frei aus sich heraus. Ich hab die gefragt, wie sie das macht, ob sie die Bilder abmalt oder das ihre eigenen Ideen sind

"Das sind meine eigenen Ideen.", sagte sie. "Und wie machst du das dann? Das daraus ein Bild wird?" "Aber das sieht man doch einfach vor sich! Ich male das, was in mir drin ist. Ich seh' das einfach. " Wow! Noch eine Visionärin. "So mache ich das mit Klang", habe ich ihr erzählt. "Den höre ich schon, bevor er da ist. Auch schon, wie ein Chor oder eine einzelne Person erst in einem Jahr klingen wird. Ich höre es schon jetzt, und gehe die Schritte dahin, den ich kenne den Weg dahin." Sie hat mich sofort verstanden.



Dann gab es in diesem Jahr aber einen Moment beim Probenwochenende, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Die klangliche Vision, die ich für FUSION hatte, war "plötzlich", zumindest viel schneller als ich erwartet hatte. Wir haben an einem Wochenende in der 2. Jahreshälfte an bestehendem Repertoire gefeilt, und plötzlich war er da, der Klang, von dem ich immer geträumt hatte, der bislang nur in meinem Kopf, meinem inneren Ohr und meinem Herzen zu Hause war: feiner, eleganter, warmer, strömender Klang, mit einer detaillierten, organischen Phrasierung, die einer feinen Zeichnung gleicht, die farbenreich und nuanciert ist, und die von den Sänger*inenn so gemeinsam gefühlt und verkörpert wird, dass man das Gefühl bekommt, sie sind wie durch ein goldenes Band miteinander verwoben. Und ich bin die Weberin. Es mag abgedreht klingen, aber vor einigen Jahren hatte ich eine Serie gesehen, in der es um eine Werberin ging. Es gab eine Szene, die ich nie vergessen werde, weil sie genau meiner Art, über Musik und Chorarbeit zu denken, 1:1 widergespiegelt hat. Aus ihrer Hand spinnten sich glänzende Fäden in allen Farben, die in der Luft so miteinander verwoben, dass sie aussahen, wie ein Baum, dessen Zweige in einer großen, Funken sprühenden Krone münden, die leuchtet und strahlt, und gleichzeitig tief verwurzelt ist. Das ist mein Wunsch für FUSION. Und den machen wir gemeinsam wahr. Die neue klangliche Vision formt sich in meinem Kopf, und in 2026 und 2027 warten spannende Projekte, tolle Programme, berührendes Repertoire und große Konzerte auf uns. Aber weißt du, was insgeheim das Beste an Projekten ist? Die Probenarbeit. Der safe space, in dem man experimentieren und ausprobieren kann, und in dem die meisten "magic moments" passieren. Nur für uns. Und im Konzert: Darf das Publikum dabei sein und Zeuge werden.




Seit Kurzem haben wir übrigens eine eigene Homepage. Hier geht's lang, wenn du mal stöbern willst.



Eine neue Community für Gesangspädagog*innen - und was es bedeutet, eine gute Gesangslehrerin zu sein


Die Menschen, die mich in meiner Laufbahn als Musikerin, als Sängerin und Dirigentin am meisten geprägt haben, waren meine Gesangslehrer*innen. Ich hatte guten und schlechten Unterricht, und vor allem der gute Unterricht bleibt mir im Gedächtnis und hat mich in diesem Jahr auf besondere Weise geprägt und beschäftigt. Zwei meiner Lehrer will ich an dieser Stelle besonders hervorheben, und du wirst nach und nach verstehen, wieso. Veronika teReh hat mich während meiner Kindheit unterrichtet. Bei ihr habe ich meine allererste Gesangsstunde gehabt, ich habe jahrelang in ihrem Chor gesungen, Einzelunterricht bekommen und denke fast täglich an sie, auch während meiner Arbeit. Ich wünschte mir bis heute, dass sie ein Buch über ihre Arbeit als Stimmbildnerin schreibt, weil ihre Arbeit so feinfühlig, warmherzig und auf Augenhöhe ist, und gesangspädagogisch so unfassbar gut, dass meine Studium noch weit ins Studium hinein belastbar und stabil war.

Das "Klangideal", das sie vermittelt hat, war natürlich, altersgerecht, gesund, funktional und nah an der Sprache. (Wundert es jemanden, dass ich heute so sehr Wert lege auf definierte Vokale, oder auch "Vokaltreue", wie ich dieses Jahr von einer meiner Mentees lernen durfte). Ich hab dieses Jahr lange mit Veronika gesprochen, und liebe ihre Sicht auf die Musik und auf das Instrument Stimme bis heute!

Veronika, danke dass du mich zu der Sängerin und Musikerin gemacht hast, die ich heute bin. Dass du an mich geglaubt hast, mich herausgefordert und gefördert hast, dass du die Schönheit meiner Stimme für mich sichtbar gemacht und für andere hörbar gemacht hast. Und dass du mich so gelassen hast wie ich bin, dass das immer gut genug war.

Deine Arbeit ist so unglaublich wertvoll, begleitet nicht nur mich, sondern auch meine Schüler und Chöre jetzt. Die Samen, du du gesät hast, blühen in voller Pracht, deine Arbeit führt sich durch mich fort. Und ich bin so froh über dieses Geschenk. Von Herzen DANKE!



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Ein weiterer wichtiger Wegbegleiter ist dieses Jahr ganz plötzlich von uns gegangen, und hat eine große Lücke gelassen in der Welt der Profi-Chöre. Geert Berghs war, seitdem ich im europäischen Auswahlensemble TENSO Europe Chamber Choir mitsingen durfte, eine große Inspiration, ein Wegweiser und Ruhepol, eine weise Seele mit feinen Ohren und einem unglaublichen Gespür für das, was eine Stimme wirklich braucht, um im Ensemble aufzublühen, und sich nicht zurückzunehmen. Geert, du hast so vielen Menschen in die Welt des Profi-Ensemblesingens verholfen, und sie auch währenddessen begleitet, stimmlich aufgebaut, verfeinert, veredelt - mit so viel Charme, Witz und Sensibilität, wie ich sie selten erlebt habe. Ich vergesse niemals, wie wir singend in deiner Küche Kabeljau gebraten haben, und wir nach einer langen Gesangsstunde durch den Wald spaziert und über das Singen und das leben philosophiert haben. Du fehlst so sehr, und dein Herz schlägt in unser aller Stimmen weiter.




Die Erfahrungen mit meinem eigenen Unterricht, positiv wie negativ, waren einer der Beweggründe, in diesem Jahr mein Mentoring Programm "Vocal Visionary" ins Leben zu rufen.


Außerdem:

Seit knapp 15 Jahren habe ich eine volle Gesangsklasse in Bonn (zwischenzeitlich in Köln), mit langer Warteliste, und vielen wahnsinnig tollen und erfolgreichen Schülern. Sei gewinnen Wettbewerbe und Vorsingen, singen in Profi-Ensembles, bestehen Aufnahmeprüfungen an den Musikhochschulen, singen Solo-Konzerte mit Orchester und mit Band, und sind allesamt sensible emotionale Wesen mit viel Ausdruck und dem Wunsch, ihren ganz eigenen, authentischen Klang zu finden, zum Klingen zu bringen und lange gesund und flexibel zu halten. Und ich sehe, wie schlecht die Musikhochschulen neue Gesangspädagog*innen ausbilden, wie wenig fachdidaktisches Wissen und Können da ist, und dass die eigentlichen Fragen dann aufkommen, wenn's ins Tun geht, und die Pädagog*innen in der Anwendung sind. Über die Jahre schleifen sich Dinge ein, kommt man nicht weiter, verliert den Blick mit ein wenig Abstand auf das was man tut. Über die letzen Jahre habe ich immer wieder Nachfragen von Kolleg*innen bekommen: "Wie machst du das? Wie unterrichtest du?" "Hast du einen Tip für mich, meine Schüler xy kommt da gerade nicht weiter..."

"Wie führst du Gespräche, wenn's schwierig wird..." "Wie kriegst du so viele Schüler*innen? Ich habe Schwierigkeiten, meine Klasse voll zu kriegen." "Wie gehst du mit technischem Problem xy um?" "Was denkst du zum Thema Stütze/Stimmbruch/Atemführung/stilistische Phrasierung/Registerausgleich, etc.?" "Wie unterrichtest du Männer?" "Wie vereinbart du klassische Stimmbildung und POp/Jazz?" ..... Die Liste ist kann ich endlos weiterführen... Und hat mich dazu gebracht mein Mentoring anzubieten, das mittlerweile zu einer stetigen Membership geworden ist. Wir treffen uns 2x monatlich und es gibt pro Monat ein bestimmtes Thema, das wir bearbeiten, zu dem ich Input gebe und zu dem die Gruppe in einen fachlichen Austausch kommt, mit mir als Mentorin an ihrer Seite. Es entsteht dadurch ein unglaublich wertvolles Think Tank, in dem sich die Kolleginnen gegenseitig motivieren, sich verletzlich zeigen und sich gegenseitig für ihre Erfolge und die Erfolge ihrer Schüler und Gruppen feiern. Der 2. Call des Monats ist für alle offenen Fragen gedacht, zu aktuellen Schüler*innen, zu Repertoire, zu eigenen technischen Schwierigkeiten, aber auch zu organisatorischen und strategischen Dingen, Preisen, Marketing, Gesprächsführung, Gesangstechnik, etc. Im Mentoring geht es nicht darum, meine Technik zu lernen, sondern darum, die eigene individuelle Besonderheit im Unterrichten herauszuarbeiten, den USP wirklich zu kennen, eigene Methoden herauszuarbeiten und im Unterricht weiterzugeben. Es geht letztlich um eine Philosophie von Gesangsunterricht, den Rahmen, das Framework, das hinausgeht über 0-8-15 Unterricht, den es überall gibt. Ich liebe es zu sehen, wie meine Mentees sich entwickeln, wie selbstsicher sie im Unterrichten werden, wie viel Nachfrage sie kreieren, sodass sie Wartelisten aufbauen, wie sie Gruppenkurse und Workshops anbieten (und ausverkaufen), aber vor allem, wie sehr sich ihr eigenes Singen und Selbstbewusstsein zum Positiven hin verändert. 2026 geht's weiter, and i cannot wait to shape the world of teaching voice.

Sichtbarkeit UNMUTED

Ich habe auch im letzten Jahr einen Jahresrückblick verfasst, und vorausgesagt dass mein Motto für 2025 "UNMUTED" sein wird. Je weiter das Jahr fortschritt, desto mutiger wurde ich, mit den Themen, die mich wirklich bewegen, noch ungefilterter sichtbar zu sein. Sowieso - dieses Thema Sichtbarkeit ist ein Prozess über Jahre, der nicht nur mich, sondern auch alle meine Klientinnen im 1:1 Coaching beschäftigt, sowohl was das offline Leben als auch das sichtbar-machen online angeht. Da wird man ganz schön konfrontiert mit seinen eigenen Limitationen, einschränkenden Glaubenssätzen und wer sich mehr als 5 Minuten mit dem Thema Sichtbarkeit und Wording beschäftigt weiß: es ist eine ganz schöne Herausforderung in Worte zu fassen, was man tut, wofür man steht, und was das Besondere daran ist. Interessant daran: mein Glaubenssatz "ich kann nicht formulieren" ploppte regelmäßig wieder auf.

Und zur gleichen Zeit kommen meine Klient*innen zu mir und sagen "Hach, wenn ich nur Dinge so gut in Worte fassen könnte wie du..." Offenbar fällt es mir für andere Menschen sehr viel leichter, die Dinge, die sie ausmachen und besonders machen, zu sehen und ihnen passende Worte zu geben, wie ihnen selbst. Das ist das besondere am Coaching: man ist für seine eigenen blinden Flecken eben genau das: blind. Der Spiegel von außen, zielführende Fragen und eine gute Strategie, die angepasst ist an die Bedürfnisse und Sehnsüchte von sensiblem, empathischen Künstlerinnen - oh, das ist mein Ding. "Mensch Julia, du stellst genau die Fragen, denen man gar nicht ausweichen kann..." Dazu kann ich nur meine eigene Coach zitieren: "Is your Coach even a good one, if you don't hate your coach just a tiny bit?" :) Also habe ich mich getraut: Im September habe ich einen 2. Instagram Account eröffnet, der ausschließlich für meine Arbeit als Coach und Mentorin gedacht ist. Auf meinem ursprünglichen Account, der nun mein Künstler-Account ist, findet man ausschließlich Content zu meiner Arbeit als Dirigentin, Pädagogin und Sängerin. Dort auch noch Business und Coaching Content zu machen, hat sich nicht richtig angefühlt, vor allem weil dort so viele Student*innen und Schüler*innen mitlesen, die an Coaching-Content für Musiker*innen gar nicht interessiert sind, weil sie gar keine freischaffenden Musiker*innen sind. Ich weiß also durch diese Trennung: Wer mir auf dem neuen Account folgt, will den Content dort ganz bewusst sehen und ist an den Themen interessiert. Und ich bin auf beiden Accounts viel klarer mit dem, was ich zeigen will, was ich zu sagen habe, und bin mehr und mehr UNMUTED.


UNMUTED sichtbar zu sein heißt aber auch, mehr Entfaltung, weniger Cocon, die Flügel strecken und bedeutet eine Veränderung für das kommende Jahr, denn es wird etwas Neues geben, was schon lange in mir schlummert und mit dem ich mich bislang nicht getraut habe, rauszugehen. Das wird sich nun ändern. Die Zeit fühlt sich richtig an, dieses neue, alte Baby in die Welt zu bringen und wird so so so vielen Sänger*innen helfen. Stay tuned!

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Singen in meiner 2. Heimat


Manchmal vermisse ich die Zeit, in der ich 5 Monate im Jahr auf Konzert-Tournee war. Nicht, weil ich so gerne weg bin von zu Hause (ehrlich gesagt habe ich dann oft ganz schön Heimweh), sondern weil ich mich an einem Ort wirklich imm fühle wie zu Hause.


Ich steige aus dem Bahnhof in Utrecht, und atme durch. Mein Körper entspannt sich, mein Atem wird ruhiger, und ich freue mich wie ein kleines Kind an Weihnachten auf die 1. Probe mit meinen Kolleg*innen dort, die mich so herzlich begrüßen, die sich ernsthaft freuen, dass ich da bin. Keine Konkurrenz, kein Neid, keine Ellbogen, sondern echte, wahrhaftige Freude. Sie zeigen echtest Interesse, wissen, dass ich gerne lese und fragen nach den neuesten Büchern. Sie wissen, dass ich dirigiere, und fragen mich nach meinen Chorprojekten. Sie wissen, dass ich coache, und fragen mich nach Business-Advice, sowohl für die Musikbranche, als auch außerhalb. Sie fragen nach meinen Freunden, meiner Beziehung, meiner Familie. Sie sehen mich, als die die ich bin, und nehmen mich in ihren Kreis auf, als wäre ich nie weg gewesen. Ich treffe meine Coach in Amsterdam (obwohl wir beide in Deutschland leben, aber es offenbar leichter für uns ist, uns im Ausland zu sehen...), bekomme Besuch von meinem Partner, während ich auf Tour bin. Treffe Freunde aus Portugal und Italien, und tausche mich mit meinem Dirigenten Kollegen aus Belgien aus, der wie ich neben dem professionellen Chorsingen auch an der Uni und außerhalb dessen dirigiert. Und dann noch Singen in meinem liebsten Konzertsaal der Welt, dem Concertgebouw Amsterdam?! Was könnte ich mir mehr wünschen?

Nächstes Jahr bin ich wieder für längere Zeit dort, und kann's kaum erwarten!





Richtig viel Urlaub


Mehr aus Versehen als absichtlich waren wir in diesem Jahr gleich DREI MAL auf unserer Lieblingsinsel Fehmarn. Im März, Juli und Oktober. Wir haben alle Jahreszeiten und jegliches Wetter dort mitgenommen. Mit der Fahrt über die Fehmarnsundbrücke geht der Urlaub los, wir verlassen das Festland und irgendwie ändert sich die Energie, sobald man auf einer Insel ist. Auch Fehmarn fühlt sich mittlerweile wie ein 2. Zuhause an. Sobald wir dort sind, in immer der selben Ferienwohnung, atmen wir durch und können den Alltag hinter uns lassen. Ich könnte stundenlang aufs Meer gucken, die Wellen beobachten, mir die Meeresbrise um die Nase brausen lassen. Der Hafen in Orth ist wunderschön, das kleine Café hat die besten frisch gebackenen Waffeln (oder schmecken die nur so viel besser, weil man im Urlaub ist?!), die Radtouren an der Küste entlang erlauben mir, die wilden Gedanken zu sortieren, oder einfach mal gar nicht zu denken.

Ich liebe den Kontrast zu dem vollen, trubeligen und lauten Alltag in der Stadt, mit ständigen Proben und Konzerten. So viele Menschen sind jede Woche um mich herum, und dieses Inselleben kann ich dadurch erst recht genießen. Auf Fehmarn ist "nix los", es zwingt mich dazu, nichts zu tun (Challenge hoch 3...) und wirklich loszulassen. Eine Klientin habe ich dieses Jahr im Oktober zufällig dort getroffen, und es war so schön, Annika endlich mal live zu sehen und mit ihr über's Singen und die Welt zu quatschen. Wir haben direkt den nächsten Urlaub dort gebucht. Juli 2026 auf Fehmarn - here we come!


Wieviele Sonnenuntergäne kann ich im nächsten Jahr fotografieren ;)



Weitere schöne und besondere Momente in 2025

Ich hatte richtig tolle Semesterabschlusskonzerte mit dem Jazzchor der Uni Köln. Es macht so Freude, mit diesem Haufen junger Menschen zu arbeiten. Die Probenarbeit im Semester ist etwas ganz Besonderes, und über die Semesterferien vermissen wir uns alle immer sehr!

Im Sommer haben wir das erste Mal unter meiner Leitung auch eine Location außerhalb der Uni bespielt, und durften in St. Rochus in Köln Ehrenfeld zu Gast sein. Wir haben uns menschlich und klanglich sofort wie zuhause gefühlt, es war ein unglaublich tolles Erlebnis. In der Uni haben wir im Sommer am heißesten Tag des Jahres (erinnerst du dich an 35 Grad?) in der Uni gesungen, in Begleitung von Stephan Görg & Band, und außerdem mit Sound Unterstützung vom Tonmeister Julius Gass. Hast SO Bock gemacht!

Ein ganz anderer, neuer Frauenchor-Sound


Ich bin so so stolz, seit 2 Jahren. dieLeitung des Frauenchores UNMUTED übernommen zu haben. Als ich die Leitung bekam, haben die Gründerin Anni Gymsa und ich das Ensemble einmal komplett überholt, neu. auf die Beine gestellt und die Ausrichtung und Vision - klanglich, musikalisch und menschlich - ganz genau festgelegt. Wir haben ein Ensemble zusammengestellt, dass richtig feinen, warmen und weiblichen Klang auf höchstem Niveau erarbeitet. Unsere Konzerte dieses Jahr in Duisburg und vor allem in Köln haben für die ganz große Magie gesorgt. Es ist eine Gruppe von unglaublich unterschiedlichen Frauen, die aber vpr allem in einem einig sind: sie stärken sich gegenseitig den Rücken, begegnen sich auf Augenhöhe und vertrauen. sich blind. Wir lachen, wir weinen, wir führen tiefe Gespräche, stellen Fragen und geben geduldig Antworten. Ich liebe diese Gruppe von Frauen sehr, und bin unglaublich stolz auf die Arbeit, den Klang den wir gemeinsam entwickelt haben. Die Rückmeldung nach den Konzerten war voll des Lobes, und ich bin unglaublich stolz, die musikalische Leitung dort zu haben.

Jede Frau in der Gruppe bringt unglaublich viel Kraft und Seele mit, und. das Herz des Ensembles ist für mich seine Gründerin Anni, die ich mittlerweile meine Freundin nennen darf, und. mit der ich die Leitung dieses Ensembles so gerne teile. Sie als Orga Queen, ich als musikalische und klangliche Visionärin und Leitung. A match made in heaven. Wir bauen das Ensemble in 2026 weiter auf und freuen uns auf kammermusikalisches, feines Klangbad, stimmliche Freiheit und Flexibilität und ganz viel Purcell (der steht uns nämlich besonders gut). Im Frühjahr ist ein Fotoshoothing und eine Webseite geplant, ganz sicher wird es dann auch Hörproben geben. Bisher findet ihr den Frauenchor unmuted auf Instagram.




Der Einspringer des Jahres....


Im Januar bekam ich mittags einen Anruf von einem Ensemble, für das ich schon lange vorsingen wollte. Sie suchten an dem Tag dringend einen Einspringer für das Abendkonzert in Holland, ob ich aushelfen kann? Bach Motetten in ganz kleiner Besetzung (die gefragten an dem Abend hatte ich seit ca. 10 Jahren nicht gesungen) und ein Stück von Pärt auf russisch (Kanon Pokajanen - unbedingt reinhören!). Nach kurzer Überlegung, innerem Stress und blitzschneller Orga habe ich mich ins Auto gesetzt, bin nach Holland gefahren und bin eingesprungen. Die Noten für Pärt habe ich bei der Anspielprobe bekommen (die ging ganze 30 Minuten, ca. 7 Minuten davon haben wir den Pärt gemacht, der im Konzert letztlich 45 Minuten dauern sollte). Also hab ich eine halbe Stunde später im Konzert Bach Motetten geschmettert (und bin nur in einer einzigen schnellen Kolloratur einmal falsch abgebogen), und habe den Pärt auf russisch im Konzert vom Blatt gesungen... Selbst für mich Blattsing-Profi war das ne ganz schöne Herausforderung, aber ich liebe den Nervenkitzel. Ich hab Laser-Fokus angeschaltet, und mich mit den Kolleg:innen gemeinsam in die Kurve gelegt. Eine Kollegin hat mir während des Konzerts sogar Hinweise gegeben, wo wir Stellen überspringen, für mich geblättert und auf die Takte gezeigt, in denen es weitergeht. Huiiiii, das war ein wilder Ritt. Aber ich sag mal so: das war das beste Vorsingen, das ich je absolviert habe. ;)

Leider konnte ihc den Rest der Tournee, für die ich am nächsten Vormittag eingeladen wurde, leider nicht so spontan zusagen, weil mein Kalender es nicht zuließ. Trotzdem: ein unfassbar schönes Erlebnis, vor allem weil die Kolleginnen so unglaublich nett zu mir waren, ich wahnsinnig liebes Feedback von ihnen und dem Dirigenten bekommen habe und mich sehr gesehen gefühlt habe in der Leistung an dem Abend. Und dann noch mit Bach und Pärt, mit den Bässen (Oktavisten) direkt hinter mir. Hat Spaß gemacht. Liebes 2026 - gerne mehr davon!!


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Plätzchen backen & Konzert mit Papa.


Eine Tradition in der Familie ist es, dass mein Papa und ich jedes Jahr in der Adventszeit gemeinsam Plätzchen backen. Dazu ist es in den letzten beiden Jahren aus unterschiedlichen Gründen leider nicht gekommen. Ich habe von dieser Tradition trotzdem in einer Konzertmoderation im Dezember berichtet. Kurzerhand hat mein Partner dann entschieden, für das Besuchswochenende bei meinen Eltern Plätzchenteig vorzubereiten, sodass wir gemeinsam mit meinem Papa backen könne, ohne dass wir an dem Tag selbst viel Vorbereitungszeit haben. Gesagt getan: Teig ausgerollt, ausgestochen, gebacken und verziert. Ein großer Spaß!! Ein paar Monate zuvor hatten wir uns noch in Köln gesehen, um gemeinsam einen der Lieblingskünstler meines Vaters live im Konzert zu sehen. Eine Premiere: denn Papa hatte STING bis dato nie live gesehen, noch war er jemals auf einem so großen Konzert wie in der ausverkauften Lanxess Arena. Die Freude in seinem Gesicht sprach Bände, ich hab ihn selten so strahlen gesehen! Papa - was hören wir uns 2026 an? ;) Und ne Radtour stand auch an, ohne mich, dafür war Papa zwei lieben Menschen aus meinem Freundeskreis unterwegs. Die waren ganz schön platt danach, Papa, der alte Triathlet hingegen, natürlich topfit.




Freunde & Neue/alte Frauen in meinem Leben.

Ich kann es gar nicht genug sagen, aber die Freunde in meinem Leben sind mir so unglaublich wichtig. In diesem Jahr wurden einige Freundschaften neu geknüpft, bzw. haben eine andere Bedeutung bekommen, und ich habe so viele starke Männder & Frauen in meinem Umfeld, die sehr viel Liebe verdienen. Tiefe Gespräche, viel Rückhalt, gegenseitiger Support, und eine Prise Verrückt-Sein.


Und der beste Probenmoment ist hier auch festgehalten ;)



Mein 2025-Fazit


Worauf bin ich 2025 stolz?


Dieses Jahr war so unglaublich voll, und so erfolgreich wie noch nie 🙏


🥰 Ich bin so unsagbar stolz, dass ich ein Leben führen kann, in dem ich mit andere Menschen Musik mache, sie begleite bei innerem und äußeren Wachstum, und sie mit meiner Musizier- und Lebensfreude anstecken und inspirieren kann.


Und ich bin stolz…

🥰 dass ich mich getraut habe, in diesem Jahr einen komplett neuen Account hier aufgemacht habe, bei dem es Platz gibt für die Business- und Persönlichkeitsentwicklungs-Themen, die Arbeit mit meinen Klientinnen, sensiblen Musikerinnen, so sehr färbt und ausmacht

🥰 auf meine Leute im VOCAL VISIONARY Mentoring Programm für alle, die Gesang Unterrichten - sie haben volle Gesangsklassen, erfolgreiche Gruppenkurse, richtig glücklich Schüler und rocken selber als Sängerinnen die Bühne 🎶 was für ein Geschenk, sie zu begleiten, mehr Tiefe im Unterrichten zu erfahren und zu geben!

🥰 auf die Klangentwicklung, die kein @kammerchor.fusion dieses Jahr hingelegt hat. Meine Vision eines Klanges wird lebendig, mit genau den richtigen Menschen, die darauf so große Lust haben

🥰 auf starke Frauen bei @unmuted.frauenchor - da erlebt man was passieren kann, wenn Frauen sich zusammentun, sich gegenseitig stärken und Wind unter den Flügeln geben.

🥰 auf den @jazzchor_koeln , das Dorf in der großen Stadt. Diese Gruppe ist so besonders, und findet ihren ganz eigenen jazzchor Sound, der sooooo nice und so warm ist. 🔥

🥰 dass ich Raum halten darf für tolle Menschen. Darauf, dass ich immer wieder die Kraft dafür finde, so viele Menschen klanglich und emotional zu halten.

🥰 dass ich meinem Wort des Jahres treu geblieben bin: UNMUTED. Ich zeige meine Farbe, meine Stimme, meine Worte, meine Klang. Ich zeige mich und bin sichtbar. Und es kostet so viel Mut, und macht mich so stolz.

🥰 auf inneres Wachstum, bei mir selbst und meinen Leuten im Coaching, Mentoring, in den Chören und im Gesangsunterricht. 🥰 auf die Erfolge meiner Klient*innen, die so glücklich sind und durch die Decke gehen. Sie haben erfolgreiche Vorsingen, kriegen feste Jobs im Ensemble, haben volle Privatklassen (entweder mit Gesang oder anderen Instrumenten), finden Zeit zum Komponieren, nehmen CDs auf, kriegen Jobs als Dozent*innen an der Musikhochschule/Uni oder als Dirigent*innen, werden für Worshops agefragt, verdienen mehr Geld und haben Leute um sich, die den Wert sehen, aber vor allem: sind sie zufrieden mit ihrem Leben als Musiker*innen, weil sie sich weniger verstecken, weniger einpanzern, sondern sie selbst sind, sich selbstbewusst und selbstwirksam bewegen und spüren, dass da mehr geht.

🥰 auf richtig gute Gespräche, tolle Beziehungen, tiefe Freundschaften und echte Verbindungen



Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?


  • Gleich drei mal in den Urlaub zu fahren war schon ne ziemlich gute Entscheidung!! Hurra, dass das geht (ich weiß, dass es für viele freischaffende Musiker*innen kaum zu denken ist. Auch für mich war das vor einigen Jahren unvorstellbar...)


  • Weiterhin meine Freunde in meinem Kalender zu priorisieren, den wöchentlichen Stammtisch am Leben zu halten, gehört seeehr weit oben auf die Liste.


  • Außerdem haben wir in diesem unsere Familien mehr gesehen, als sonst, und das tat sooo gut!


  • Mich von Coaches begleiten zu lassen bei meinem inneren und äußeren Wachstum


  • FUSION so sehr weiter voranzubringen! Wenn ich mir vorstelle, wo das klanglich und musikalisch noch hinführen kann, welche Konzerthäuser wir noch erobern wollen....huiuiui


  • Einen neuen Account zu eröffnen, der speziell für meine Arbeit als Coach und Mentorin für Musiker*innen gedacht ist. So viel mehr Klarheit im Innen und Außen! Da wird auch in Zukunft noch mehr Klarheit kommen!


  • immer weniger people-pleasing zu betreiben und mehr & mehr auf mich selbst zu hören

  • Kontakt zu Menschen abzubrechen oder zu verringern, die mir nicht gut tun oder Energie-Vampire sind


Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?


  • Ich bin so viel stärler als ich denke, sowohl körperlich als auch emotional / mental. Ich schaffe so viel mehr, als ich mir selbst manchmal zutraue. (Kurze Story dazu: ich habe gestern beim Durchsehen meines Notizbuches - a.k.a. mein Gehirn - eine "Wunschliste" aus dem September gefunden mit Zielen für das 4. Quartal, und literally ALLE Wünsche sind wahr geworden. Zielsetzung ist keine Zauberei, sondern ein echter Gamechanger. Wieso redet da niemand drüber in der Musikwelt?!?)

  • Ich habe große Sehnsucht nach noch mehr Musik!

  • Ich führe warm und liebevoll, und bin nicht perfekt.

  • Ideen, die sich zu groß oder zu selbstverständlich anfühlen, sind genau die richtigen. (Watch out for 2026!)

  • Wenn es etwas nicht gibt, und du es dir wünschst, musst du es selbst kreieren.

  • Mein Ideenbrunnen ist unerschöpflich, und mein Schreiben ist hilfreich für andere Menschen. (neues Mini-Angebot 2026? Julias Ideenbrunnen intensiv-Session?)

  • Wenn ich meinen echten Ausdruck zeige, und wie eine Sängerin dirigiere, bekomme ich genau den Klang, den ich in meinem Kopf höre. Mein Ausdruck = der Ausdruck des Chores. (Das war DIE künstlerische Erkenntnis des Jahres!)


Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt/gemacht.


  • Für mein Mentees in Vocal Visionary habe ich in diesem Jahr das 1. Mal eine Mini-Masterclass angeboten. Wir haben uns in kleiner Runde in Bonn getroffen, mit den Teilnehmerinnen, die an dem Tag konnten, und alle Teilnehmerinnen haben eine kurze Gesangsstunde von mir bekommen. Die anderen durften währenddessen Fragen stellen zu Methodik & Didaktik, um mit nachzuvollziehen, welche Entscheidungen ich in einer Unterrichtsstunde treffe, was ich höre, wie ich an der stimmlichen Entwicklung im kleinen und großen arbeite. Es war so mega spannend, und die perfekte Ergänzung zu unseren monatlichen Online-Treffen.

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  • etwas super Mutiges: ich habe dieses Jahr in meiner Liebslingsbuchhandlung beim Stöbern eine mir völlig fremde Frau angesprochen, und sie gefragt ob wir gemeinsam einen Kaffee trinken gehen wollen. Wir liefen um die selben Bücherstapel herum, haben immer wieder ähnliche Bücher in die Hand genommen, und ich hab gespürt, dass der Vibe zwischen uns irgendwie stimmt. Antonia hat JA gesagt, und zwei Wochen später haben wir uns dann zu einem Kaffee getroffen. Richtig richtig schön. Das hat unglaublich viel Mut gekostet, fühlte sich an wie Dating und hat sich mehr als gelohnt.

  • Ich hab zu ziemlich vielen Konzertanfragen NEIN gesagt. Das ist zwar nicht komplett neu, kostet mich aber jedes Mal wieder Überwindung. Immer ein bisschen weniger, aber NEIN sagen ist nicht meine Stärke.

  • Außerdem habe ich ziemlich mutige Gagenverhandlungen geführt, sowohl für mich selbst, als auch meine Klienten dabei unterstützt. More money to the Arts. Denn unsere Arbeit ist so unglaublich wertvoll.

  • Seit dem Herbst habe ich einen neue Coach. Ich habe ihren Account im August/September entdeckt und noch AM SELBEN TAG ein Coaching bei ihr gebucht. Das gab's noch nie, und war die absolut richtige Entscheidung. Ich liebe es mit ihr zu arbeiten, weil sie mich einfach sofort als Musikerin versteht.

  • Ich habe auf meinen Kanälen neue Content Formate eingeführt, unter anderem teile ich Ausschnitte aus meinem eigenen Unterrichten. Meine Schüler:innen hört/sieht man dabei nicht, dafür sieht man mich aus der unglaublich unvorteilhaften Frosch-Perspektive... aber es geht ja nicht um den Look, sondern um den Inhalt. Und ich freue mich jedes Mal so sehr über Nachrichten von anderen Gesangslehrer:innen, denen mein Content eine Inspiration für ihr eigenes Unterrichten ist, die Bilder oder technische Hinweise von mir in ihr Unterrichten einbauen. Es kostet Mut, sich dabei zu filmen und das zu teilen, und gleichzeitig macht es mir total Spaß, so noch tiefer über mein eigenes Unterrichten nachzudenken, diese Meta-Ebene zu finden und meine Didaktik in Worte und Konzepte zu fassen.



Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?


Ein Abschied ist nicht zwingend ein Abschied für immer, und Beziehungen dürfen sich verändern. Und manchmal wandeln sie sich zu etwas Besserem. Pausen sind essenziell.


Wenn ich ganz ich bin, finden die richtigen Menschen zu mir. Das predige ich all meinen Klient:innen, und durfte ich dieses Jahr am eigenen Leib erfahren.




Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?


  • für meine Familie! So viele tolle Gespräche, vor allem mit meinem Papa! Danke für deinen unfassbaren Support für uns alle! 🙏

  • für meine Freunde, meinen Stammtisch. Ihr seid die Wahlfamilie in dieser großen Stadt. Ich liebe unser Zusammensein, das gegenseitige Pushen, euren Rückenwind, eure klare Kante, und euer großes Herz. ♥️

  • Meine Leute, meinen inner circle, alle die mit mir arbeiten und mir ihre Stimmen anvertrauen. Meine Schüler:innen, meine Klient:innen und alle Sänger:innen in meinen Chören - danke für euere Vertrauen in meine Arbeit, und vor allem für das gemeinsame Musizieren.

  • Für lauter starke Frauen um mich herum, neue und alte Freundschaften. Wie cool zu wissen, dass wir einander den Rücken stärken, uns anfeuern und ein Netz bauen aus Verbündeten. Ich liebe es, und ich liebe euch!

  • Last but not least: Tim. Danke das du mich hältst, wenn ich auch mal schwach sein muss. Danke, dass du an mich glaubst, wenn ich es nicht schaffe. Danke dass du mich siehst, und mich so liebst wie ich bin. Danke, dass du mich nicht retten willst, sondern einfach da bist. Danke, dass wir gemeinsam so viel lachen, weinen, tanzen, Quatsch machen, und uns so innig lieben!

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Was waren meine größten Herausforderungen in 2025?


  • Meine eigenen Bedürfnisse zu priorisieren und zu spüren. Es gab eine Phase im Herbst, da hab ich mich selbst kaum gespürt, weil ich so viel im Service für andere Menschen war, in Proben, im Unterrichten, im Coachen, dass ich den Blick, das Gefühl für mich selbst nicht immer hatte. Ich weiß, dass ich das behalten kann, muss mich aber bewusst daran erinnern.

  • Struktur & Überblick nicht nur für meine Leute, sondern für mich selbst zu behalten. Da war in diesem Jahr definitiv Luft nach oben. Neue Wohnung, neuer Start?

  • Mir selbst mehr zuzutrauen. Wir alle sind unsere eigenen größten Kritiker, und das ist bei mir nicht anders. Grundsätzlich bin ich jemand, die eher tief stapelt, als zu hoch, und ich darf mir selber so viel mehr zutrauen. Es kommen große Projekte auf mich zu, und eigentlich dürfte ich mich trauen, noch größer zu träumen. Why not? Wir haben ja nur dieses eine Leben. Wieso nicht es in vollen Zügen auskosten und genießen? Große denken, Träume verwirklichen und in die Realität bringen. Schöpfungsenergie habe ich genügend.

  • Wirklich klar zu sein, was in meinen Angeboten jeweils passiert, was die Erfolge meiner Klient*innen sind (und das sind krasse Sachen, die ich selten teile...Tiefstaplerei hello) und wirklich auf den Kopf zu sagen, was alles enthalten ist (z.B. Social Media Strategie im 1:1 Coaching, danach fragte mich letztens eine Interessentin) und mich klar zu zeigen in Proben und in meiner Online-Präsenz "Einfach zu sagen wie es ist" ist gar nicht so leicht. DAs was man selbst für selbstverständlich hält, ist nach außen nämlich nicht immer klar. und deswegen ist es so hilfreich, Coaches an der Seite zu haben, die diese für uns selbst blinden Flecken aufdecken.



Was ist 2025 richtig gut gelaufen?


  • Meine Sichtbarkeit zu erhöhen, und wirklich UNMUTED zu sein wurde im Laufe des Jahres immer stärker, darf trotzdem weiter wachsen. Ein neues Format das dazugekommen ist, ist "Sunday Thoughts", in dem ich random Gedanken der Woche teile. Ich liebe so etwas selbst bei anderen zu lesen, und werde das Format auch im neuen Jahr weiterführen.

  • Ich war jede Woche beim Sport, und werde immer stärker. Das spüre ich in diesem Jahr ganz besonders und bin meinen Trainern, vor allem Bene und Julia, mega dankbar.

  • Meine Partnerschaft zu nähren. Einmal die Woche nehmen wir uns Zeit für gemeinsame Reflexion. Das nährt uns, hält uns zusammen und bringt so viel Klarheit, Vertrauen und Liebe.

  • Ich bin so stolz auf alle meine Chöre. Der Jazzchor hat dieses Jahr seinen signature Sound entwickelt, mein Frauenchor unmuted hat unglaublich tolle Konzerte mit wahnsinnig guter Publikums-Resonanz gesungen, und FUSION hat mich klanglich völlig umgehauen, meine Vision gesprengt und meine Herz ganz erfüllt.

  • Meine Klient*innen haben krasse Dinge erreicht, sowohl innerlich bei sich selbst, als auch äußerlich in Zahlen, Jobangeboten, Nachfrage, Konzertanzahl etc. Ich hab ja schon angekündigt: ich teile bald mehr und regelmäßig dazu auf meinen neuen Coaching-Account



Was lasse ich im Jahr 2025 zurück und nehme es nicht mit in 2026?


  • Ich lasse meine alte Wohnung los, und damit einhergehend viele Erinnerungen, alten Ballast und Chaos. Die guten Erinnerungen nehme ich mit, alles schlechte lasse ich dort hinter mir.

  • Ich lasse Menschen los, die mich klein halten wollen, die mich belächeln, neiden oder mich unterschätzen.

  • Der Vergleich mit anderen, der mir nicht gut tut, darf auch gehen.

  • Masken, die mich schützen, dürfen fallen. Weniger Kontrolle, mehr Freiheit, ich zu sein. Laut, wild, bunt.




Mein 2025 in Zahlen


  • Instagram-Follower Künstler-Account: 1599

  • Instagram-Follower Coaching-Account: 287

  • Anzahl deiner veröffentlichten Blogartikel: 5

  • Anzahl Newsletter-Abonnenten: 404

  • Probenwochenenden: 13

  • Proben: no idea...

  • Konzerte: 16

  • Klient*innen: 47

  • Sänger:innen in meinen Chören: 123

  • Gesangsschüler:innen: 21



Mein Ausblick auf 2026


Was ich 2026 anders (besser) mache


  • Ich lasse den Blattsingkurs los, die vorerst letzte Runde startet im Mai 2026

  • ich starte ein neues Mini-Chorprojekt für Männer*

  • ich überlege schon lange, ob ich meine Positionierung ändere, bzw. die Reihenfolge, in der ich meine beruflichen Identitäten aufzähle: Dirigentin, Coach, Sängerin (wäre momentan die richtige)

  • ich bleibe mutig, werde mutiger und entwickle ein neues Programm, das schon seit ca. 5 Jahren in mir schlummert, und das ich mich bislang nicht getraut habe, öffentlich zu machen. Herbst 2026!

  • Neu: Meisterkurs für Sänger:innen im Mai

  • Ich plane mehr Zeit ein für meine eigenen Projekte, will gerne einen Crossover Liederabend 2026 machen, und traue mich, noch größer zu denken für meine Ensembles und für mich

  • ist 2026 das Jahr, in dem ich mich noch besser um meinen Körper und meine Gesundheit kümmere? Ich sage: ja! Ich bin schon so lange unzufrieden, und es muss mal Schluss sein mit dem ewigen Gejammer. Stichwort: Selbstverantwortung.

  • Ich darf meine Grenzen noch besser wahren, kommunizieren und anderen gegenüber schützen, deswegen: plane als erstes Pausen und Urlaub, dann erst meine Arbeitszeit und Projekte, und ich plane feste Arbeitszeiten ein, damit Arbeit und Freizeit nicht mehr so sehr verschwimmen. Ständige Erreichbarkeit, plötzlicher Kuss der Muse, Kreativitätsschub um 23 Uhr, weil dann erst Platz dafür ist... Grenzen schützen meine Energie.

  • "Kontrollierter Kontrollverlust" ist ein Stichwort, das ich in meinem eigenen Unterrichten ständig benutze, und könnte etwas sein, dass mich in meiner eigenen Arbeit befreien könnte. Ich lasse los, und vertraue, ich lasse die Kontrolle los. Mehr Weichheit, und deswegen mehr Wachstum, und nicht durch mehr Anstrengung. Leichtigkeit darf einziehen.




So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten

Im Januar starte ich mit einem Online-Workshop für alle Selbstständigen Musiker, zur Jahresplanung 2026. Wir planen auf Grundlage unserer individuellen Vision, setzen ein Jahresumsatzziel, setzen Quartalsziele und Monatsziele und Wochenziele. Wieviel willst du singen? Welche Projekte und Konzerte willst du in deinem Leben haben? Was willst du nicht mehr? Was willst du stattdessen? Wie willst du dich fühlen, was willst du denken? Wir machen life style centered planning, NICHT goal planning. Und gehen dann Schritt für Schritt. Woche für Woche. Monat für Monat. In die richtige Richtung. Wann: 09.01.26 um 10.30 Uhr in meinem Zoom-Raum.

Anmeldung per Mail an contact@julia-reckendrees.com


Im 1:1 Coaching für (klassische) Musiker:innen begleite ich Menschen dabei, die alltäglichen Herausforderungen in der Selbestständigkeit zu bewältigen, schwierige Gespräche zu führen (mit Kollegen, Dirigenten, Schülern, der Familie), über sich hinauszuwachsen, neue Angebote zu entwickeln, Online-Sichtbarkeit aufzubauen oder zu verbessern, mehr Konzerte zu singen/spielen, mehr Schüler zu kreieren, und mehr Zeit für ihre eigene Kreativität zu haben.


Die Mentoring-Membership "Vocal Visionary" für alle, die Gesang unterrichten und Stimmbildung geben. Eine Plattform für fachlichen Austausch, Platz für Fragen und Zweifel, Unwissen in Wissen verwandeln, mehr Klarheit, mehr Tiefe, besserer Unterricht. Mitgliedschaft für 6 oder 12 Monate.


Ab Mai 2026 wird es vorerst eine letzte Runde meines Blattsingkurses geben, dafür in anderer Form. Der Rahmen geht über 5 Monate, mit einer Pause im Sommer für die Integration und das Üben alleine. Solch einen Skill zu lernen, zu verbessern und weiterzuentwickeln braucht Zeit, Disziplin und Accountability durch eine Gruppe. Die verschiedenen Methoden einzeln zu lernen und anzuwenden, ist "einfach". Wenn wir sie dann aber bei komplexer Musik kombinieren, hin und her switchen, oder sie automatisieren wollen, sodass wir immer schneller werden, wird es dann doch kompliziert und knifflig, und braucht ein neutrales Ohr von außen. Ich habe mich entschlossen, nicht mehr darüber zu sprechen, wie wichtig Blattsingen für Sänger:innen und Chorleiter:innen (!!) ist, wie sehr es die Musikalität bereichert, wie viel besser man Chorklang durchhören und korrigieren kann, und wie leicht Ensemblesingen und Vorsingen dafür werden.

Ich arbeite in dem Kurs nur noch mit Menschen, die wissen, dass Blattsingen essenziell wichtig ist, und die nachholen wollen, das von der Pike auf zu lernen, oder sich besser und schneller in Musik bewegen wollen, um auf Augenhöhe mit den Instrumentalisten und Kolleg:innen zu sein.

Start: Mai 2026. Ende: Oktober 2026.

Am ersten Mai-Wochenende gibt es in Bonn einen Meisterkurs für professionelle Sänger:innen, vornehmlich mit Schwerpunkt Ensemble. Die Leute mit denen ich arbeite, sind emotional, sensibel, empathisch, und suchen ihren individuellen, freien Klang, der sie dazu befähig, ausdrucksstark ihre Emotionen in Klang zu verwandeln. Sie wünschen sich Freiheit, aber keinen Kontrollverlust. 4 von 6 Plätzen sind schon vergeben. Bewerbungen gerne am meine Mail: contact@julia-reckendrees.com.


Und: In meinen Chören Unmuted (Frauenchor) und FUSION (Kammerchor Crossover) nehmen wir in 2026 noch neue Sänger:innen auf. Beide Ensembles singen auf semiprofessionellem Niveau, und nehemn ausschließlich erfahrene Sänger:innen mit musikalischer Vorbildung auf. Mehr Infos dazu auf den jeweiligen Webseiten.


Meine 7 (Business-)Ziele für 2026


  • 2 erfolgreiche Vorsingen

  • Konzertbesucher bei FUSION erhöhen und Werbung für 2027 machen (big announcment coming)

  • 10 neue Klient*innen im 1:1 Coaching.

  • Das Mentoring erweitern auf 20 Mitglieder

  • 2000 Follower auf meinem neuen Account.

  • ich erstelle 3 Mini Angebote, offline und online

  • Buchhaltung in Topform bringen

  • mindestens 10 Konzerte mehr singen / dirigieren als 2025

  • Mein Motto für 2026 heißt: Einfach ich, in weicher Selbstverständlichkeit.

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